Ohne eine Betriebshaftpflichtversicherung werden selbst verursachte Schäden mit dem Privatvermögen beglichen. Im schlimmsten Fall kann dies den finanziellen Ruin zur Folge haben. Eine Betriebshaftpflicht schützt nicht nur bei selbst verursachten Schadensansprüchen, der Versicherungsschutz bietet auch einen passiven Rechtsschutz. Somit haftet die Betriebsversicherung auch dann, wenn die Forderungen gegen Sie unberechtigt ist. Im Vergleich zur Berufshaftpflicht bietet die Betriebshaftpflicht einen Schutz auch für alle Mitarbeiter. 

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Für manche Unternehmen ist sie Pflicht

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für manche Unternehmen eine Pflichtversicherung, da sie sich während der Ausübung der jeweiligen Tätigkeiten erhöhten Risiken aussetzen, dabei einen Fehler zu machen, der das Unternehmen effektiv teuer zu stehen kommen kann, ja gar seine Existenz gefährdet. Die Betriebshaftpflicht schützt bei:

  • Sach- und Personenschäden
  • Daraus resultierenden Vermögensschäden
  • Wahrung und Vertretung der eigenen Interessen
  • Abwehr unberechtigter Schadensforderungen

Im Zuge dieser Basisleistungen bieten manche Versicherungen noch weitere Zusätze an. Allerdings gibt es Dinge, für die eine Betriebshaftpflichtversicherung nicht aufkommt, die Leistungen sogar ausschließt und die in einer gesonderten Police abgesichert werden müssen.

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Mitarbeiter sind mitversichert

Im Rahmen der Betriebshaftpflichtversicherung sind sämtliche Schäden eingeschlossen, die vom Leistungen der BetriebshaftpflichtversicherungEinzelunternehmer oder der Trägerschaft verursacht werden. Das bedeutet, in der Versicherung sind abgesichert:

  • Das Unternehmen an sich, beziehungsweise die Leitung des Unternehmens
  • Sämtliche Mitarbeiter (dazu gehören Voll- und Teilzeitbeschäftigte, sowie Auszubildende)
  • Familienangehörige, die im Unternehmen mitarbeiten
  • Alle Mitarbeiter, die vom Unternehmen eingesetzt werden (zum Beispiel Außendienstmitarbeiter)

Ergo: Wenn ein Mitarbeiter einen Schaden verursacht, ganz gleichgültig ob familienzugehörig oder reiner Mitarbeiter, ist dieser über die Versicherung hinreichend abgedeckt. Selbst ein Außendienstmitarbeiter, der nur einen Ratschlag an andere Personen weitergibt, ist mit seiner Arbeit für das Unternehmen abgesichert. Eine Vermögensschadenhaftpflicht bietet einen vordergründigen Versicherungsschutz für beratende Berufe.

Weiterer Umfang der Betriebsversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung umfasst auf Wunsch noch andere Leistungen. Dazu gehört beispielsweise eine Absicherung von Umwelteinwirkungen. Kommt es im Unternehmen zu einem Produktionsausfall, beispielsweise durch einen Brand, kann er von der Versicherung eine Geldleistung fordern, die es ihm ermöglicht, vergleichbare Räumlichkeiten zu mieten, die über den Zeitraum der Sanierung hinweg dazu dienen, das Unternehmen aufrecht zu erhalten. Inklusive sind hierbei übrigens auch die Maschinen, die zur Verrichtung der Arbeit benötigt werden. Betriebsversicherung können nicht nur als reine Haftpflicht interagieren und zum Beispiel bei Sachschäden einen Schutz bieten. Die betriebliche Haftpflicht deckt auch indirekte Schäden und Folgeschäden.

AnbieterLeistungen
Allianz

  • individuelle Versicherungskonzepte für jedes Unternehmen und Berufsbild

  • Überprüfung der Ansprüche im Schadensfall

  • Übernahme berechtigter Ansprüche

  • Abwendung unberechtigter oder überhöhter Ansprüche, notfalls sogar vor Gericht

AXA

  • Sie schützt den Unternehmensleiter

  • Seine Mitarbeiter

  • Seine Verwandten, die im Betrieb mitarbeiten

  • Sämtliche Mitarbeiter, die für das Gewerbe tätig sind, wenn auch außerhalb des Betriebes

Arag

  • Übernahme von Schadenersatzanforderungen bei Sach- und Personenschäden
  • Überprüfung des Anspruches zum Schadenersatz
  • Abwehr bei unberechtigten Ansprüchen


Alte Leipziger

  • Übernahme der Kosten bei Personen- und Sachschäden

  • Übernahme von Vermögensschäden

Bruderhilfe

  • Schutz bei Sach- und Personenschäden

  • Abdeckung bei daraus resultierenden Vermögensschäden

  • Gesetzliche Vertretung, wenn nötig auch vor Gericht zur Abwehr unberechtigter Ansprüche

Volkswohl Bund

  • Leitungsschäden, Auslandsschäden sowie Tätigkeitsschäden

  • Produkthaftpflicht ist im Versicherungsschutz enthalten

  • Haftung auch bei Schaden an Gebäuden, die gemietet sind

  • Beladeschäden und Entladeschäden werden abgedeckt

  • Senkungsschäden und Schäden an fremden Eigentum

Gewerbe erhält indirekte Rechtsschutzversicherung

Die Betriebshaftpflicht wird nicht umsonst von vielen Versicherungsanbietern unter dem Namen einer indirekten Rechtsschutzversicherung verkauft. Denn neben den finanziellen Leistungen bietet die Betriebshaftpflicht die nötige gerichtliche Vertretung, sofern erforderlich. Unbegründete Haftpflichtansprüche gegenüber eines Dritten werden von der Versicherung abgewehrt, genauso wie begründete Schadensforderungen seitens Dritter beglichen. Auf diesem Weg erhält das Unternehmen also auch eine Rechtsschutzversicherung, wenn auch unter anderem Namen.

Alle Anbieter hier um Überblick:

Das Thema Nachhaftung in den Betriebsversicherungen

Für ein Unternehmen ist es immer wichtig, sich auch ausreichend gegen die Schäden abzusichern, die erst im Nachhinein festgestellt werden. Denn auch noch Jahre später kann einem ein Fehler zum Verhängnis werden. Die Versicherungen nutzen hierfür meistens die Bedingung, dass der Betrieb auch noch für Schäden nachhaftet, die bis zu drei oder fünf Jahre vorher geschehen sind. Selbst wenn ein Mitarbeiter diesen Schaden verursacht hat, der längst nicht mehr in der Firma arbeitet, kommt die Versicherung hierfür auf. Wichtig für einen Betrieb ist neben der Betriebsversicherung auch eine zusätzliche Unfallversicherung für die Betriebsangehörigen.

Mehr zu den Anbieter erfahren Sie hier. 

Die Höhe der Kosten eine Haftpflichtversicherung

Die Höhe des zu zahlenden Beitrages hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Zu diesen zählen:

  • Lage des Unternehmens
  • Gewünschte Versicherungsleistungen
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Höhe des Risikofaktors
  • Größe des Unternehmens

Es spielt also eine erhebliche Rolle, wie groß das Unternehmen ist, wie viele Mitarbeiter beschäftigt werden und vor allem, wie gut man seinen eigenen Betrieb absichern möchte. Von den gleichen Faktoren hängt übrigens auch die integrierte Deckungssumme der Police ab. Sie wird anhand der Betriebsgröße definiert, zusätzlich kommen noch die entsprechenden Risiken hinzu, gegen welche sich der Betrieb absichern möchte. Der Betriebsschutz kann bei einigen Betriebsversicherern auch beliebig erweitert werden. Eine betriebliche Haftpflichtversicherung bietet immer auch einen Betriebshaftpflichtschutz bei indirekten Schäden. Jede Form einer Haftpflichtversicherung bietet somit eine passive Rechtsschutzversicherung an.

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Online-Rechner hilft bei der Betriebshaftpflichtermittlung

Den Online-Rechner findet man bei jeder beliebigen Versicherung. In dem Formular muss der Interessent nur ein paar statische Daten angeben und erhält im Nachhinein nicht nur eine Zusammenfassung der gewählten Versicherung, sondern ebenfalls den zu zahlenden Beitrag. Hierbei ist es wichtig, zu beachten, dass es sich ausschließlich um Richtwerte handelt. Die persönliche Beratung ist wichtig. Wir erstellen Ihnen ebenfalls gerne einen Vergleich der entsprechenden Versicherungen und machen Ihnen ein Angebot.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Abbruchunternehmen.

Freiberufler und Selbständige haften in der Regel selbst

Wer als Angestellter für ein Unternehmen arbeitet, kann unter Umständen selbst haften, wenn er selbständig ist oder freiberuflich für das Unternehmen tätig. In diesem Fall empfiehlt es sich, wenn der Selbständige eine zusätzliche Berufshaftpflichtversicherung abschließt. Somit sichert er sämtliche Risiken ab, die im Zuge seiner Tätigkeiten entstehen können. Außerdem besitzt er dann die Nachhaftung, die auch dann noch greift, wenn er womöglich schon längst nicht mehr für das Unternehmen tätig ist.

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Die Betriebshaftpflicht bei der Stiftung Warentest

Die Fachzeitschrift Finanztest erstellt von Zeit zu Zeit aktuelle Tests zu den jeweiligen Versicherungen, um einen Testsieger zu ermitteln, dem Leser wertvolle Ratschläge an die Hand zu geben und Informationen zu vermitteln. Im letzten Test schnitten die folgenden zwei Angebote besonders gut ab:

Auch wurde überprüft, welche Leistungen in den jeweiligen Tarifen enthalten ist. Hierbei wurde festgestellt, dass noch viele Anbieter diverse Leistungen extra versichern. Darunter auch die Glasversicherung, die nach Ermittlungen von Finanztest etwa 70 Euro kostet.

Weitere Ergebnisse im Betriebshaftpflichttest

Misst man die Leistung anhand der gezahlten Beiträge zur Betriebshaftpflichtversicherung, lassen sich drei Versicherungen grundsätzlich als gut bezeichnen:

  • Rheinland Versicherung (727 Euro pro Jahr)
  • Barmenia (824 Euro/Jahr)
  • Badische Allgemeine (848 Euro/Jahr)

Der Modellkunde besaß im Test ein Textilgeschäft, welches laut der Versicherungen ein hohes Risiko darstellt. Des Weiteren waren in der Versicherung eine Glasversicherung untergebracht. Die Versicherungen leisteten jeweils keinerlei Rabatte, die zur Vergünstigung der Versicherung führte.

Ergebnisse der Betriebshaftpflichtversicherungen im Vergleich von DISQ

Im Mittelpunkt der Ergebnisse des Deutschen Instituts für Service-Qualität steht vor allem die Kundenorientierung und -zufriedenheit. In diesem Test wurden zwar nur 10 Versicherungspolicen der Betriebshaftpflicht geprüft, doch zeichnete sich rasch ab, wer hier die Nase vorn hatte. Die Top-10 des Tests lauten:

  • Platz 1: Ergo Versicherungen
  • Platz 2: Generali Haftpflichtversicherung
  • Platz 3: R+V Versicherung
  • Platz 4: Signal Iduna
  • Platz 5: Versicherungskammer Bayern
  • Platz 6: Zurich Gruppe
  • Platz 7: Allianz Haftpflichtversicherung
  • Platz 8: HDI Gerling
  • Platz 9: AXA Haftpflichtversicherung
  • Platz 10: AachenMünchener

Die ersten drei Platzierungen schnitten im Test mit der Note ‚Sehr gut‘ ab. Die restlichen sieben bekamen immerhin noch ein ‚Gut‘ in der Bewertung.

Wie Sie eine Betriebshaftpflicht abschließen, erfahren Sie hier.

Spezielle Betriebshaftpflichttarife für frischgebackene Selbständige

Wer sich gerade erst selbständig gemacht hat, wird mit genügend anderen Kosten rechnen müssen. Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist dennoch wichtig. Für diese Fälle gibt es bei einigen Versicherungen einen sogenannten Einstiegstarif. Dieser ist bezüglich seiner Kosten sehr günstig gesteckt, erhöht sich jedoch über die Jahre hinweg durch eine gewisse Dynamik. Auf diesem Weg kann man sein Unternehmen jedoch umgehend fachgerecht absichern und muss etwaige Risiken nicht fürchten.

Vor- und Nachteile einer Betriebshaftpflichtversicherungstarife

Wie alle Versicherungen besitzt auch die Betriebshaftpflicht Vor- und Nachteile. Allerdings liegen die Vorteile dabei klar auf der Hand und jeder von ihnen ist ein guter Grund für einen Abschluss:

  • Schäden jeglicher Art sind abgesichert
  • Steuerliche Vorteile durch Absetzbarkeit der Beiträge
  • Schadensforderungen gegenüber Dritten sind mitversichert
  • Rechtsschutz ist ebenfalls abgesichert

Die Nachteile sind unterdessen sehr gering:

  • Manche Versicherungen kündigen nach mehrfacher Inanspruchnahme der Police den Vertrag

Anhand dieser Aufstellung ist es jedoch für jeden klar ersichtlich, warum der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung sinnvoll ist.

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Die Beiträge der Betriebshaftpflichtpolicen sind steuerlich absetzbar

Im Rahmen der Einkommensteuererklärung ist es möglich, die gezahlten Beiträge am Ende des Jahres abzusetzen. Sie gehören zu den Betriebskosten und werden im Bereich der Werbungskosten eingetragen. Wichtig ist hierbei, dass man einen Beleg darüber besitzt, welche Beiträge gezahlt wurden. Diese Aufstellung erhält man in der Regel einmal jährlich vom Versicherer. Als Alternative kommen Kontoauszüge in Frage, doch stellt generell jede Versicherung gerne eine solche Aufstellung aus, wenn man sie anfordert.

Prüfen ob die Versicherung nötig ist

Wer sich nicht ganz sicher ist, ob der Abschluss der Police überhaupt nötig ist, der sollte zuvor als Hilfestellung eine Risikoanalyse erstellen lassen. Entsprechende Analyseunternehmen gibt es genügend, so dass die Wahl nicht schwer fallen dürfte. Im Anschluss ist es ganz einfach möglich, zu beurteilen, ob es sich für den eigenen Betrieb lohnt, eine derartige Versicherung abzuschließen. Wichtig ist dabei immer, dass man die Höhe des Risikos sieht und die mögliche finanzielle Schädigung des eigenen Privatvermögens.

Kündigung der Betriebshaftpflichtversicherungsangebote ist jederzeit möglich

Für jedes Unternehmen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Betriebshaftpflichtversicherung zu kündigen. Dazu gehören:

  • Erhöhung der Versicherungsbeiträge (Sonderkündigungsrecht)
  • Nach der Inanspruchnahme der Versicherung (Außerordentliche Kündigung)
  • Zum jeweiligen Ende des Vertragsjahres (Ordentliche Kündigung)

Zu beachten ist bei der ordentlichen Kündigung selbstverständlich die Einhaltung der im Vertrag angegebenen Kündigungsfrist. Diese beträgt in der Regel mehrere Wochen oder Monate. Informieren Sie sich also dementsprechend frühzeitig, falls Sie die Kündigung in Erwägung ziehen möchten. Dies können Sie, wie bereits vermittelt, über Vergleiche und Testberichte, sowie über allgemeine Erfahrungsberichte im Internet.

Was in der Betriebshaftpflichtversicherung noch abgedeckt sein sollte

Im Rahmen einer Betriebshaftpflicht werden nicht nur Vermögensschäden mitversichert, eine betriebliche Haftpflicht schützt Freiberufler auch bei Sach- und Personenschäden. Im Vergleich dazu bietet eine Vermögensschadenhaftpflicht keinen Schutz bein Sachschäden und einen Personen-Schaden. Das gilt auch innerhalb einer Berufshaftpflichtversicherung. Anders als bei einer Absicherung im Rahmen der Berufshaftpflichtversicherung bietet der betriebliche Haftpflicht-Schutz auch Leistungen für alle Mitarbeiter im Betrieb. Die Kosten der Betreibs-Versicherer lassen sich durch Senkung der Deckungssumme und Selbstbeteiligungen mindern.

Für jedes Gewerbe ist der Betriebshaftpflichtschutz wertvoll

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für jedes Unternehmen eine wertvolle Investition, auch wenn sie nicht immer günstig zu haben ist. Die Beiträge orientieren sich ohnehin an unterschiedlichen Faktoren, weswegen jeder zuvor eine Online-Berechnung anstellen sollte. In jedem Fall ist der Betrieb somit gegen sämtliche Risiken abgesichert. Die Betriebshaftpflicht ist der Berufshaftpflicht sehr ähnlich, auch wenn es bei beiden Versicherungen deutliche Unterschiede gibt. Der Abschluss lohnt sich in jedem Fall und ist in manchen Branchen sogar Pflicht.

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Quellen: